Instagram Algorithmus 2018 – News & Trends

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m Januar war es also wieder soweit. Als wir gerade gelernt hatten wie der Instagram Algorithmus funktioniert, änderte Zuckerberg erneut die Spielregeln. Dieses Mal traf es mich richtig heftig: Seit Mitte Januar habe ich fast 400 Follower verloren, die Sichtbarkeit meiner Posts hat sich mehr als halbiert und betrug teilweise nur noch knapp 30% im Vergleich zu vorher. Wie soll man da nicht frustriert sein? Ich kann wirklich jeden verstehen, den dieses Thema ankotzt. Aber es hilft alles nichts. Es bleibt eigentlich nur eine sinnvolle Option: Den neuen Algorithmus kennenlernen und wieder einmal versuchen sein Rätsel zu lösen.

Warum ständig ein neuer Algorithmus?

Instagram beschäftigt sich nach wie vor mit der Bekämpfung von Bots und hat deshalb erneut Änderungen vorgenommen, die es Bots noch schwerer machen sollen. Gleichzeitig möchte Instagram die Interaktion seiner Nutzer noch weiter in den Fokus stellen. Wenn du also auf Instagram wachsen willst: Verhalte dich nicht wie ein Bot!

Folgende Neuerungen habe ich bei meiner Recherche gefunden und zum Teil auch schon selbst getestet. Es bleiben jedoch vorerst Gerüchte und es liegt bei uns das Rätsel um den Instagram Algorithmus 2018 zu lösen!

1. Gestaffelte Reichweite | Ab sofort sehen nur noch 10% deiner Follower deinen neuen Post innerhalb der ersten Stunde. Instagram nutzt dies als eine Art Testlauf um die Relevanz deines Posts einzustufen. Reagieren diese 10% mit vielen Likes und Kommentaren wird die Reichweite sukzessive erhöht.

2. Die erste Stunde zählt | Dementsprechend ist es wichtiger denn je, hochwertigen (relevanten) Content zu teilen, der zu Interaktion anregt. Schreibe eine gute Caption, stelle Fragen, erzähle etwas, mit dem sich deine Follower identifizieren können oder stelle ein Thema zur Diskussion. Je mehr Kommentare du innerhalb der ersten Stunde erhältst umso besser! Außerdem sollte die Caption nicht zu oft und vor allem nicht zu bald nach dem Veröffentlichen des Posts bearbeitet werden.

3. Hochwertige Kommentare | Ein Schelm wer jetzt denkt: Super, dann kommen einige wieder mit ihren Bots und pushen ihre Reichweite durch Bot Kommentare. Um das zu erschweren wertet Instagram nur noch hochwertige Kommentare, die aus mindestens 4 Worten bestehen (einige Quellen behaupten sogar, es müssten mind. 5 sein)! Typische Bot Kommentare bestehen selten aus mehr als 2-3 Worten und ganz schlechte sogar nur aus Emojis. Wenn du also selber dazu neigst nur ein “Love it!” oder “Tolles Bild!” unter Bildern zu hinterlassen, verhältst du dich wie ein Bot. Solche Kommentare bringen niemandem etwas – Emojis zählen gar nicht – weder als Wort noch überhaupt irgendwie. Wenn du selbst hochwertige Kommentare erhalten möchtest, solltest du solche auch bei anderen hinterlassen!

4. Interaktion | Da Instagram die Interaktion stärken möchte belohnt es Posts mit viel Interaktion mit mehr Reichweite. Es reicht also nicht ein Bild zu posten und das Handy dann wegzulegen. Für jeden Post müssen wir uns nun eine Stunde Zeit nehmen (zusätzlich zum Fotos machen, bearbeiten und Co). Beantworte soviel Kommentare in der ersten Stunde wie möglich! Beantworte sie so ausführlich wie möglich! Diese Regel habe ich tatsächlich schon selber getestet und kann bestätigen, dass meine Reichweite sich dadurch wieder von unter 30% auf ca. 60% gesteigert hat.

5. Hashtags | Bisher habe ich unter jedes Bild die gleichen 30 Hashtags geknallt. Copy / Paste – fertig. Angeblich soll Instagram diese Vorgehensweise nun als Spam werten und bevorzugt Posts mit bis zu 10 relevanten Hashtags. Diese sollten zum Bild passen und vor allem nicht bei jedem Bild gleich sein. Nun heißt es also kreativ werden. Der Sinn von Hashtags ist es, über die Hashtagsuche gefunden zu werden und unter den ersten 9 Bildern zu landen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei den meistgenutzten Hashtags klappt ist äußerst gering. #photooftheday oder #instadaily kann man also ab sofort in die Tonne treten. Außerdem kann man nun nicht nur Profilen sondern auch Hashtags folgen.

6. Stories | Allgemein rücken Videos in sozialen Netzwerken zunehmend in den Fokus. Ein Video ist echter und enthält viel mehr Informationen als ein Bild.

Allgemein gilt nach wie vor:
Regelmäßig und zu den richtigen Zeiten posten
und viel (aber möglichst ausführlich!) interagieren.

Mein Fazit: Im Grunde begrüße ich die Vorgehensweise gegen Bots und den Fokus auf ehrlicher und authentischer Interaktion, damit Instagram wieder mehr das wird, was es eigentlich ist: Ein soziales Netzwerk. So sehr mich die App phasenweise auch frustriert, so sehr juckt es mich auch jedes Mal wieder in den Fingern den Instagram Algorithmus zu knacken und zu meinem Vorteil zu nutzen. Wer Instagram nur privat nutzt, den braucht das alles natürlich nicht zu kümmern. Für alle Blogger oder Influencer (ich mag das Wort immer noch nicht), die damit jedoch zumindest teilweise ihren Lebensunterhalt bestreiten schadet es aber nicht die Regeln zu kennen. Dennoch werde ich mich nicht kategorisch an jede Regel halten und wie eine Irre nur auf die Zahlen schauen oder kalkuliert vorgehen.

Ich habe die App von Anfang an genutzt um mich selbst inspirieren und unterhalten zu lassen und freue mich jeden Tag darüber, dass auch meine Beiträge genau das bei anderen auslösen. Ich liebe es, mich mit euch auszutauschen und weiß jeden Kommentar zu schätzen. Auf Kommentare oder Nachrichten zu antworten ist daher für mich selbstverständlich und kein notwendiges Übel um mich dem Algorithmus anzupassen. Ich werde zwar weiterhin ein wenig mit den neuen Algorithmus Regeln herumexperimentieren, mich ansonsten aber definitiv wieder mehr auf den Spaß an der App konzentrieren: Kreativ sein, Outfits teilen, Inspiration suchen, liebe Mädels kennenlernen und mich mit euch austauschen. ♥

 

WIE STEHT IHR ZU DIESEM THEMA?
HABT IHR ERKENNTNISSE GEWONNEN ODER GERÜCHTE GEHÖRT, DIE IHR ERGÄNZEN KÖNNT?

Folge:

5 Kommentare

  1. 16. Februar 2018 / 7:31 pm

    Toll geschrieben 👍🏻 Vielen Dank. Ich hab noch nicht sooo viele Follower und finde es zur Zeit etwas mühsam. Aber es steckt ja eine gute Absicht dahinter. Mich nerven diese Bot Kommentare nämlich auch unter meinen Bildern.

    Lg Carina

  2. 20. Februar 2018 / 7:21 am

    Liebe Verena,
    ich bekomme die Krise, angesichts dieses bescheuerten Algorithmus! Langsam wird Instagram immer mehr zu einer XXL Werbeplattform für große Firmen und Berühmtheiten, deren Reichweite natürlich stetig wächst.
    Für kleine Accounts wie meiner es ist, wird es extrem schwierig bis unmöglich weiter konstant zu wachsen.
    Ich musste leider auch feststellen, dass ein Großteil meiner Bilder für meine Follower nicht mehr sichtbar ist. Deswegen nutze ich inzwischen immer die Storys um “das neue Bildchen” anzukündigen. 🙂
    Deine Tipps finde ich gut – ich bin gespannt wie es sich in den nächsten Monaten mit dem Algorithmus verhält und ob Zuckerberg/Instagram ihn noch weiter anpasst.
    Allerliebste Grüße,
    Susa

    http://www.MISSSUZIELOVES.de

  3. franziskanazarenus
    20. Februar 2018 / 7:13 pm

    Liebe Verena,
    danke für den wertvollen Beitrag. Gerade den Punkt “Kommentare in den ersten Stunden beantworten”, werde ich austesten. Allgemein habe ich bei mir keine Veränderung bemerkt.
    xx Franzi 🙂

  4. 7. März 2018 / 2:18 pm

    Hallo susa,
    So geht es mir auch! Ich habe mich mit der Fotografie nebenberuflich selbständig gemacht und muss merken das ich kaum Wachstum habe und somit kaum bekannt werden und neue Kunden erreiche 😕

    Aber ich mache weiter und hoffe das meine Mühen irgendwann sich auszahlen!

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